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1. Der Fragenkatalog für den Sportbootführerschein Binnen enthält vier Teile.
Der allgemeine Teil (A)
beinhaltet 333 Fragen. Daraus wird die schriftliche Beantwortung eines Bogens aus 15 möglichen Fragebögen mit 24 Fragen erwartet. Es sind max. 45 Punkte erreichbar. Bei 45-36 Punkten kann von der mündlichen Prüfung abgesehen werden, d.h. man hat im Normalfall bestanden. Bei 35-30 Punkten wäre man in der mündlichen Nachprüfung. Diese findet am selben Tag statt. Von 29-0 Punkten hat man nicht bestanden.
Der Motor-Teil (B)
beinhaltet 68 Fragen. Daraus wird die schriftliche Beantwortung eines Bogens aus 15 möglichen Fragebögen mit 8 Fragen erwartet. Es sind max. 15 Punkte erreichbar. Bei 15-12 Punkten kann von der mündlichen Prüfung abgesehen werden, d.h. man hat im Normalfall bestanden. Bei 11-10 Punkten wäre man in der mündlichen Nachprüfung. Diese findet am selben Tag statt. Von 9-0 Punkten hat man nicht bestanden.
Der Segel-Teil (C)
beinhaltet 94 Fragen. Daraus wird die schriftliche Beantwortung eines Bogens aus 15 möglichen Fragebögen mit 15 Fragen erwartet. Es sind max. 30 Punkte erreichbar. Bei 30-24 Punkten kann von der mündlichen Prüfung abgesehen werden, d.h. man hat im Normalfall bestanden. Bei 23-20 Punkten wäre man in der mündlichen Nachprüfung. Diese findet am selben Tag statt. Von 19-0 Punkten hat man nicht bestanden.
Der Surfteil (D)
beinhaltet 98 Fragen. Daraus wird die schriftliche Beantwortung eines Bogens aus 5 möglichen Fragebögen mit 15 Fragen erwartet. Es sind max. 30 Punkte erreichbar. Bei 30-24 Punkten kann von der mündlichen Prüfung abgesehen werden, d.h. man hat im Normalfall bestanden. Bei 23-20 Punkten wäre man in der mündlichen Nachprüfung. Diese findet am selben Tag statt. Von 19-0 Punkten hat man nicht bestanden. Der Fragenkatalog Sportbootführerschein Binnen und die Fragebögen sind zum Üben im Buchhandel erhältlich.
Die Beantwortung der Fragebögen darf bei einem Teilbereich maximal 30 Minuten, bei zwei Teilbereichen maximal 60 Minuten und bei drei Teilbereichen maximal 90 Minuten bzw. bei vier 120 Minuten betragen.
Hat man noch keinen Sbf-Binnen, dann muss man den Teil A und den oder die Teile bearbeiten, welche(n) man erwerben möchte. Will man einen Sbf-Binnen erweitern, dann schreibt man nur den Teil der Erweiterung.
2. Bei der praktischen Fahrprüfung unterscheidet man den Teil unter Motor, den Teil unter Segeln und den Teil Surfen.
Bei allen Prüfungen wird die Kenntnis des Acht-, Kreuzknoten, Schot-, Pal-, Stopper-, Webleinen-, Roringsteks sowie von 2 halben Schlägen und Belegen einer Klampe vorausgesetzt. Fünf Knoten werden geprüft. Diese fünf müssen in korrekter Weise gesteckt werden.
Bei der Prüfung unter Motor wird das An- und Ablegen, das Fahren nach Schiffahrtszeichen und das Person-über-Bord-Manöver geprüft. Der Prüfer ist mit an Bord.
Bei der Prüfung unter Segeln wird das An- und Ablegen, das Fahren von Kursen und das Person-über-Bord-Manöver (meistens Beinaheaufschiesser) geprüft. Der Prüfer ist meistens nicht mit an Bord. Der SKS-Schein wird als praktische Segelprüfung anerkannt.
Bei der Surfprüfung muss nach dem Start eine Wende und eine Halse gefahren werden. Danach ein Notstopp mit Fallenlassen des Segels. Dabei darf man nicht ins Wasser fallen. Surfscheine anderer Verbände werden als praktische Surfprüfung anerkannt.
Bei den meisten Manövern bekommt man bei Fehlern einen zweiten Versuch. Wird beim Person-über-Bord-Manöver die Person überfahren oder der Motor nicht ausgekuppelt, so wird die Prüfung für den Bewerber als nicht bestanden gewertet.
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